Noch ein Apache-Sicherheitsproblem

Neben dem Sicherheitsproblem, das durch den Betrieb des Apache auf einem HFS+-Filesystem entsteht, gibt es noch eine weitere Sicherheitslücke, die ebenfalls durch eine Besonderheit von MacOS X verursacht wird: Die normalerweise unsichtbaren Dateien .DS_Store, die MacOS X in jedem Verzeichnis ablegt.
Diese Dateien enthalten Verwaltungsinformationen von MacOS X und unter anderem auch die Namen aller Dateien und Ordner in dem jeweiligen Verzeichnis. Wenn man also weiß, dass ein Webserver unter MacOS X läuft, kann man durch gezieltes Abrufen dieser Dateien eine Liste aller Dateien und Ordner in einem möglicherweise gesperrten Verzeichnis erhalten.
Um das Problem zu beheben muss eine Regel in der Konfiguration des Apache ergänzt werden, die den Zugriff auf die .DS_Store-Dateien unterbindet. Dazu ist es wieder nötig, als Administrator bei MacOS X angemeldet zu sein und vom Terminal aus die httpd.conf zu öffnen:
sudo pico /etc/httpd/httpd.conf
Im Pico sucht man dann (mit Ctrl-W) nach der Zeichenfolge
AccessFileName .htaccess. Einige Zeilen darunter steht die Regel, die das Anzeigen von Dateien, die mit ".ht" beginnen, unterbindet. Dahinter fügen wir die Regel für die .DS_Store-Dateien ein:
# prevent access to .DS_Store files
Order allow,deny
Deny from all
[/code]
Diese Regel verhindert nun den Zugriff auf alle Dateien, die mit ".DS_S" anfangen. Die Schreibweise der Regel mit Groß- und Kleinbuchstaben soll wieder dazu dienen, das schon erwähnte Problem auf HFS+-Volumes zu umgehen.
Nach dem Verlassen von Pico mit Ctrl-X (er fragt dann nach, ob die Änderungen gespeichert werden sollen) muss der Apache neu gestartet werden. Am einfachsten geht das in den Systemeinstellungen unter "Sharing" im Abschnitt "Web Sharing": Das Web Sharing einfach stoppen (wenn es schon läuft) und gleich wieder starten.
Lässt sich das Web Sharing nicht wieder starten, liegt vermutlich ein Problem mit der Konfiguration des Apache vor (z.B. ein Tippfehler in der httpd.conf). In diesem Fall sollte man den Apache aus dem Terminal heraus zu starten versuchen:
sudo /usr/sbin/apachectl start
Schlägt der Start fehl, wird hier eine Fehlermeldung ausgegeben, die helfen sollte, das Problem einzukreisen.
Beitrag von: Dirk (16. Sep. 2001)
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